Die Volksbank Backnang digitalisiert die Immobilienanalyse mit viadukt
In der modernen Immobilienberatung klafft oft eine Lücke zwischen dem Sanierungswunsch des Kunden und der Finanzierbarkeit für die Bank. Besonders die energetische Sanierung ist zum zentralen Thema der Immobilienwirtschaft geworden, stellte Berater jedoch lange Zeit vor eine Herausforderung: Die Einschätzung von Sanierungskosten war oft eine Grauzone zwischen vagen Kundenschätzungen und langwierigen Expertenberichten.
Tobias Wolf, Bereichsleiter Immobilien bei der Volksbank Backnang, erläutert im Interview, wie sein Haus diese Hürden durch präzise Daten und digitale Prozesse überwindet.

Tobias Wolf
Bereichsleiter Immobilien
Partner von viadukt
Seit Janauar 2026
Unternehmen
Standort
Backnang
Portfoliogröße
10.000 Gebäude
White-Label Plattform

Die „Schätzfalle“ in der klassischen Finanzierung
Bisher basierte die Einschätzung von Sanierungsbedarfen häufig auf unsicheren Quellen. Kunden traten mit Modernisierungswünschen, etwa einer neuen Fassadendämmung oder Heizung an die Bank heran, verfügten aber selten über belastbare Kostenvoranschläge.
„Früher basierten viele Kalkulationen auf einer gefährlichen Bandbreite. Die Werte waren entweder zu optimistisch oder zu teuer geschätzt. Oft stammten die Zahlen von Bekannten der Kunden, die ‚auch mal saniert haben‘“.
Für die Berater war es nahezu unmöglich, ohne Energieberater oder Handwerker vor Ort eine verlässliche Kreditbasis zu ermitteln. Die Folge waren entweder zu hohe oder zu niedrige Kostenbandbreiten und ein daraus resultierender Prozessstau.
Die Lösung: Schnelligkeit trifft Preisverlässlichkeit
Durch die Integration der viadukt-Plattform wurde das Erst-Screening von Immobilien radikal vereinfacht. Der Fokus liegt hierbei auf der Kombination aus Schnelligkeit und Datentiefe.
Valide Datenbasis: Statt auf vagen Schätzungen zu basieren, liefert die Plattform sofort marktnahe Sanierungskosten und ESG-Werte.
Sofortige Orientierung: Durch die einfache Adresseingabe startet der Berater in ein fundiertes Screening, das den aktuellen energetischen Stand transparent macht.
Sicherheit für beide Seiten: Berater und Kunden erhalten unmittelbar Klarheit darüber, ob und in welchem Umfang ein Vorhaben wirtschaftlich darstellbar ist.
Haptisches Beratungserlebnis
Ein entscheidender Vorteil der Plattform ist die Visualisierung komplexer Daten.
„Der Kunde versteht es besser, wenn er es visualisiert sieht“
Die intuitive Oberfläche ersetzt unübersichtlichen Papierkram durch ein haptisches Erlebnis, das komplexe energetische Daten greifbar macht.
Integrierte Fördermittel und die Vision der „Single Source of Truth“
Ein besonderer Mehrwert im Beratungsalltag sind die integrierten Förderdetails. Kund:innen müssen Informationen zu Förderungen nicht mehr separat recherchieren; die Plattform bündelt diese so, dass sie für Laien verständlich und für Experten hilfreich sind.
Die Vision von Tobias Wolf geht jedoch über ein reines Kunden-Tool hinaus:
„Wir möchten, dass unsere Berater für spezialisierte Informationen die Plattform gar nicht mehr verlassen müssen. Viadukt soll das zentrale Werkzeug werden, das die gesamte Informationskette abbildet.“
Das Feedback aus der Praxis fließt dabei direkt in die Weiterentwicklung ein, um die Schnittstelle zwischen Expertenwissen und Kundenberatung noch enger zu verzahnen.
Ausblick: Gemeinsame Prozessoptimierung
Die Zusammenarbeit zwischen viadukt und der Volksbank Backnang befindet sich aktuell in der aktiven Hochlaufphase. In den kommenden Monaten steht die konsequente Nutzung im Daily Business im Fokus, um wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln.
Ein detailliertes Review ist für das kommende halbe Jahr geplant. Dieser iterative Ansatz stellt sicher, dass die Software exakt entlang der spezifischen Anforderungen des Bankensektors weiterentwickelt wird und die Gesprächsdynamik zwischen Berater und Kunde nachhaltig verbessert.
Datum des Interviews:
In diesem Artikel
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Tobias Wolf
Bereichsleiter Immobilien





